Robert Schumann


Robert Schumann

Robert Schumann (* 8. Juni 1810 in Zwickau; † 29. Juli 1856 in Endenich bei Bonn war ein deutscher Komponist und Pianist der Romantik. Er war der Ehemann von Clara Schumann, geborene Wieck. Schumann war der Sohn des Buchhändlers und Verlegers August Schumann. Er erhielt bereits mit sieben Jahren Klavierunterricht, studierte 1828–30 ohne große Neigung Jura in Leipzig und Heidelberg, tatsächlich aber widmete er sich bereits ganz der Musik und begann auch zu komponieren. Neben Unterricht in Klavier und Musiktheorie trieb er eigene Studien anhand von Johann Sebastian Bachs Wohltemperiertem Klavier. Eine Fingerzerrung vereitelte zwar die Virtuosenlaufbahn; es entstanden aber weitere frühe Kompositionen. Auf Jahre hinaus veröffentlichte er nur Werke für Klavier.

Im Dezember 1849 erhielt Schumann das Angebot, die Nachfolge von Ferdinand Hiller als Städtischer Musikdirektor in Düsseldorf anzutreten. Die Schumanns zögerten. Sachsen war ihnen vertraut, das Rheinland so fern. Aber am 1. September 1850 verließen sie Dresden Richtung Westen.

Der Empfang Robert Schumanns in Düsseldorf war herzlich: Das Orchester sowie der Chor hatten einige Stücke von ihm einstudiert und es gab eigens für ihn einen Ball sowie ein Souper. Schumann wurde von Hiller höchstpersönlich in künstlerische Kreise eingeführt. Die Begeisterungsfähigkeit der Rheinländer steckte die Schumanns förmlich an: Robert komponierte wie besessen und entwarf innerhalb eines Monats seine 3. Sinfonie in Es-Dur, die sogenannte „Rheinische“.

So schnell sich die Schumanns von der rheinischen Mentalität fesseln ließen, so schnell kam die Ernüchterung: Die im Wortsinn praktizierte „Kommste heut nicht, kommste morgen“-Einstellung des Orchesters machte ihm zu schaffen. War es dann vollständig, kämpfte er gegen verpatzte Einsätze. Als die Blechbläser einmal aus Achtlosigkeit das in eine falsche Tonart transponierende Instrument gegriffen hatten, gab es statt eines Einsehens gleich eine Diskussion. Und der Chor schwatzte und lachte während der Proben. Schumann fühlte sich nicht ernst genommen. Schon Ende 1851 überlegte er, das Amt niederzulegen, aber ein sechstes Kind (Eugenie) hatte sich angekündigt.

Nachdem Schumann nach einer Pause im Dezember 1852 wieder als Dirigent auftrat, gab es erste Rücktrittsforderungen. Schumann war zutiefst verletzt. An Pfingsten 1853 überarbeitete er seine Sinfonie in d-Moll, sie wurde dieses Mal wohlwollend vom Publikum aufgenommen.

Am 10. Februar 1854 begann zwar nicht Schumanns Leidenszeit, sein – wie man heute weiß – durch die Syphilis bzw. manisch-depressive Krankheit verursachtes Leiden verstärkte sich jedoch sprunghaft: Er klagte über „Gehöraffektionen“. Töne, Akkorde, ganze musikalische Stücke tobten in seinem Kopf, und raubten ihm den Schlaf.

Tag und Nacht wurde Schumann nun von seiner Frau und seinen Kindern beobachtet und stand auch bereits unter ärztlicher Aufsicht, konnte allerdings trotzdem am 27. Februar 1854 in einem unbeobachteten Augenblick das Haus an der Bilker Straße verlassen. Trotz belebter Straßen an diesem Rosenmontag nahm niemand Notiz von der Gestalt, die der Oberkasseler Pontonbrücke zustrebte. Robert Schumann stieg über das Geländer und stürzte sich, nachdem er seinen Ehering ins Wasser geworfen hatte, in den Fluss. Rheinschiffer zogen den Lebensmüden an Bord. Er wurde nach Hause geleitet und von einem herbeigerufenen Arzt betreut. Seine Frau Clara suchte mit ihren Kindern Zuflucht bei einer Freundin.

Als Schumann in die von dem Sanitätsarzt Dr. Franz Richarz 1854 eröffnete Heil- und Pflegeanstalt in Endenich bei Bonn eingeliefert wurde, blieb seine Stelle als Musikdirektor zunächst unbesetzt, das Gehalt wurde an die Familie weiter ausgezahlt.

Clara stattete Schumann erst kurz vor seinem Tod einen Besuch ab, am 27. Juli 1856, wo er bereits die Essensaufnahme verweigerte. Am 29. Juli starb er; niemand war zugegen. Am Abend des 31. Juli 1856 wurde Schumann auf dem Alten Friedhof in Bonn zu Grabe getragen.

Quelle: Wikipedia

Meina Yu

Die Schülerin von Georg Friedrich Schenck, spielt Robert Schumann op. 10, sechs Konzertstudien über ein Thema von Nicoló Paganini und von Claude Debussy, Image II, L 111.

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