Louise Dumont


Louise Dumont - Die "Neuberin des 20. Jahrhunderts" gründete das Düsseldorfer Schauspielhaus.

Louise Dumont (* 22. Februar 1862 in Köln; † 16. Mai 1932 in Düsseldorf; eigentlich Louise Maria Hubertine Heynen) war eine deutsche Schauspielerin und Theaterleiterin.

Louise Dumont, Tochter eines Kölners Kaufmann, sprach 1882 am Staatstheater Berlin vor und erhielt dort ihre erste Rolle. Als Künstlernamen wählte sie Dumont, den Geburtsnamen ihrer Mutter. 1888 bekam sie schließlich ein Engagement am Königlichen Hoftheater in Stuttgart. Seit dieser Zeit war sie mit der württembergischen Königin Charlotte freundschaftlich verbunden. Dennoch verließ Dumont 1898 Stuttgart und wechselte zum Deutschen Theater Berlin, wo sie ihre größten Erfolge, besonders als Darstellerin der Stücke Henrik Ibsens feierte.

1903 lernte sie Gustav Lindemann kennen, mit dem sie in Weimar ein eigenes Theater begründete, das jedoch schnell den Betrieb einstellen musste. Nachdem sie auch ein Theater in Wien nicht halten konnten, gelang endlich der dritte Versuch in Düsseldorf, wo Louise Dumont und Gustav Lindemann am 16. Juni 1904 die Schauspielhaus Düsseldorf GmbH gründeten. Am 28. Oktober 1905 wurde das Theater eröffnet, dem sie eine Schauspielschule angliederten. Ihre berühmtesten Schüler waren Gustaf Gründgens und Paul Henckels.

Louise Dumont heiratete 1907 Gustav Lindemann.

Dumont gilt als die Neuberin des 20. Jahrhunderts. Sie war weniger von mimisch-erotischer Faszination getragen als vielmehr durch einen starken, bestimmten und bestimmenden Ernst in der Arbeit, den sie als Dienst am Worte des Dichters verstand.

Ihr Ehemann stiftete zu ihrem Andenken den Louise Dumont Topas. Im Jahr 1976 widmete ihr die Deutsche Bundespost eine Briefmarke.

Quelle: Wikipedia