Otto Pankok


Otto Pankok

Otto Pankok (* 6. Juni 1893 in Mülheim an der Ruhr; † 20. Oktober 1966 in Wesel) war ein deutscher Maler, Graphiker und Bildhauer.

Otto Pankok wurde am 6. Juni 1893 in Mülheim an der Ruhr geboren. Im Alter von 20 Jahren begann er sein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf und der Großherzoglich-Sächsischen Hochschule für bildende Kunst in Weimar, das er aber im Frühjahr 1914 abbrach, um sich mit seinem Studienfreund Carl Lohse nach Dötlingen / Oldenburg zu begeben und sich autodidaktisch weiterzubilden.

Nach mehreren Reisen nach Berlin und Ostfriesland ließ er sich 1919 in Düsseldorf nieder, trat der Künstlergruppe „Junges Rheinland“ bei, zu der auch Otto Dix zählte, und engagierte sich in einem rebellischen Künstlerkreis um Johanna Ey mit Veröffentlichungen in der Zeitschrift „Das Junge Rheinland“, der Mappen „Aktivistenbund“ und „Das Ey“. Wollheim, Dix und Pankok pflegten zu dieser Zeit eine tiefe Künstlerfreundschaft, die sich in zahlreichen gemeinsamen Ausstellungen zeigt.

1921 heiratete er die Journalistin Hulda Droste. Die darauffolgenden Jahre waren gefüllt mit vielen Reisen, unter anderem nach Weimar, an die Ostsee, den Niederrhein, die Niederlande, Italien, Frankreich und Spanien. 1925 wurde seine Tochter Eva geboren und 1931 begann seine Freundschaft mit den Zigeunern in der „wilden Siedlung“ im Düsseldorfer Heinefeld. Zigeuner als künstlerisches Thema, das ihn bis an sein Lebensende immer wieder fesselte, und bei denen er persönlich viel Zeit verbrachte.

Die politischen Ereignisse um die Nationalsozialisten veranlassten ihn 1935, sich nach Haus Langen im Münsterland zurückzuziehen. Ein Jahr später erfolgte das Arbeitsverbot für den Künstler durch die Nazis und 1937 beschlagnahmte man 56 seiner Werke aus deutschen Museen. In München zeigte die Ausstellung „Entartete Kunst“ Zigeuner-Lithos von Otto Pankok.

Da das Düsseldorfer Wohnhaus der Familie 1942 ausgebombt wurde, holte Pankok seine Möbel nach Pesch in der Eifel, aber nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kehrte die Familie 1946 nach dem Wiederaufbau ihres Wohnhauses wieder nach Düsseldorf zurück. Hier wurde Otto Pankok als Professor an die Kunstakademie berufen und unterrichtete bis 1958. Schüler waren unter anderem Günter Grass und Werner Persy. In dieser Zeit unternahm er immer wieder Reisen nach Jugoslawien und Frankreich, bis die Familie am Ende seiner Lehrtätigkeit nach Haus Esselt in Drevenack am Niederrhein zog. Er starb am 20. Oktober 1966 in Wesel.

Otto Pankoks Lebenswerk umfasst über 6000 Kohlezeichnungen, fast 800 Holzschnitte, über 800 Radierungen, ungefähr 500 Lithographien, Steinschnitte und Monotypien sowie zahlreiche Zeichnungen für die Düsseldorfer Zeitung „Der Mittag“ und über 200 Plastiken.

Quelle: Wikipedia