Udo van Meeteren


Udo van Meeteren

Udo van Meeteren ist ein Düsseldorfer Unternehmer, Stiftungsprofessor und Kulturförderer.

Udo van Meeteren wuchs in einer Unternehmerfamilie auf, die kurz nach seiner Geburt von Mühlheim an der Ruhr nach Düsseldorf zog. Die Basis für sein christliches Grundverständnis, sein Verhältnis zu Natur und Umwelt und seine Weltoffenheit wurde im Elternhaus gelegt und beeinflusste sein Verhältnis zu Kunst, Kultur und Wissenschaft.

1948 kehrte Udo van Meeteren aus französischer Kriegsgefangenschaft zurück und begann seinen beruflichen Werdegang zunächst in einem Düsseldorfer Unternehmen der Metallverarbeitung. Nach Praktika in einer Hamburger Großbank und in den USA trat van Meeteren in den Michel-Konzern ein, wo er 1956 mit den Stimmen der Arbeitnehmerschaft in den Vorstand der Braunkohlekraftwerk Neurath AG berufen wurde. In den 1960er Jahren bekleidete er weitere leitende Positionen in der Montanindustrie. In den Wirtschaftsverbänden der Montanindustrie war er ehrenamtlich engagiert. Von 1959 bis 1980 war Kommanditist des Bankhauses Trinkhaus & Burkhardt. Zu seinen zahlreichen unternehmerischen Aktivitäten gehören Beteiligungen an Firmen der Elektronik-Branche und der Dortmunder „Brau und Brunnen“.

1980 gründete Udo van Meeteren die „Stiftung van Meeteren“, die derzeit über ein Stiftungskapital von rund 50 Millionen Euro verfügt. Ursprünglicher Stiftungszweck waren die Förderung von Wissenschaft und Forschung und Kultur. 1983 wurde der Stiftungszweck um die Förderung sozial-karitativer Aktivitäten erweitert, 2001 auch um Umwelt-, Naturschutz und die Völkerverständigung mit einem Schwerpunkt auf Bildungsmaßnahmen. Mit der erweiterten Zielsetzung wurde eine Quotierung der jährlichen Ausschüttung für jedes Stiftungsziel eingeführt.

Udo van Meeteren ist seit 1980 Vorstandsvorsitzender der Stiftung und wirkt intensiv an der Auswahl der Förderprojekte mit. Langfristig sollen die geförderten Projekte nach einer Anschubfinanzierung zu „Selbstläufern“ werden. Nicht selten ergänzt Udo van Meeteren die Stiftungsförderung mit Eigenmitteln. Insgesamt fördert die Stiftung van Meeteren 100 Institutionen jährlich mit Beträgen zwischen 1.000 und 200.000 Euro.

Beispielhaft sind zu nennen: die Privat-Universität Witten Herdecke (Stiftungsprofessur für Philosophie) und der „Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft“, die Aktion „Obdachlose bauen ihr Haus“ der Ordensgemeinschaft der armen Brüder des heiligen Franziskus in Düsseldorf, „Ärzte ohne Grenzen“, die Naturschutzgebiete Mehlental bei Prüm und im Irsenvenn nahe der Nordgrenze Luxemburgs mit dem Ankauf von Arealen, Projekte des Jugendaustauschs zwischen Deutschland und den USA und anderes mehr.

In der Kunstförderung liegt der Schwerpunkt der Aktivitäten in Düsseldorf. Projekte wie das Glasmuseum Hentrich, der Konzertsaal für die städtische Musikschule und das neue Musikschulzentrum sind eng mit dem Namen Udo van Meeterens verbunden.

Besonderes finanzielles Engagement zeigte Udo van Meeteren im Jahr 2000. Für seine Heimatstadt spendete er eine Million DM zur Erhaltung des kuturellen Erbes von Schloss Benrath für die „Stiftung Schloss und Park Benrath“. 2004 initiierte er die Gründung der „Bürgerstiftung Düsseldorf“ und versprach 1 Million Euro zu spenden, wenn die Stadt Düsseldorf in gleicher Höhe mitziehe. Ein Jahr später konnte die Stiftung errichtet werden.

Udo van Meeterens Engagement hat bereits eine Vielzahl von Würdigungen erfahren. 1991 zeichnete ihn das Land Rheinland-Pfalz mit der Verdienstmedaille des Landes aus, 1993 folgte der Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen. Im Jahr 2000 ehrte der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, dem die „Stiftung van Meeteren“ angehört, Udo van Meeterens Engagement mit der Richard-Merton-Ehrennadel. 2001 verlieh ihm der „Arbeitskreis selbständiger Kultur-Institute e.V.“ die Maecenas-Ehrung. Die Stadt Düsseldorf verlieh Udo van Meeteren 2003 die Ehrenbürgerwürde.

Quelle: Landespresse- und Informationsamt NRW
anläßlich der Verleihung des Verdienstkreuzes 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an den Düsseldorfer Mäzen, Udo van Meeteren. Kulturstaatssekretär Hans Heinrich Grosse-Brockhoff, der den Orden im Rahmen einer Feierstunde im Düsseldorfer Stadttor überreichte, dankte dem 1926 in Mülheim an der Ruhr geborenen Udo van Meeteren: „Ihre mäzenatische Haltung und Ihre Großzügigkeit sind ebenso einzigartig wie Ihre Bescheidenheit. Wir sind dankbar, dass es Sie gibt.“