In verborgenen Magazinen lagert ein Kunstwerk höchsten Ranges: Es sind die 1943 aus den Trümmern geretteten Schnitzwerke des Marstallgiebels beim Schloß Jägerhof zu Düsseldorf. Es wird Zeit, dieses großartige Kunstwerk zu retten... [Mehr]
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Sphären Düsseldorfer Kultur



E pluribus unum - Aus vielem eins oder besser: Vieles in einem

Hier wurde Heine durch den Rhein inspiriert, hier entstand Schumanns Musik, hier führte Gründgens Regie und hier fegte Beuys als Professor durch die Kunstakademie. In Düsseldorf kennt die vielbeschworene "Freiheit der Kunst" wenig Berührungsängste: Kunst, Könner und Kommerz kommen geschäftig zusammen und schaffen so eine ganz eigene, besondere Atmosphäre.

Niemand anderes als Napoleon Bonaparte brachte es bereits 1811 auf den Punkt, als er Düsseldorf als "Klein-Paris am Rhein" bezeichnete. Denn Kunst und Kultur mussten hier ihren Platz nicht erst mühsam finden – sie sind schon seit langem in die Geschichte Düsseldorfs eingeschrieben.

Früh schon wusste man in Düsseldorf, was gut und schön ist. Bereits im 14. Jahrhundert sind rauschende Feste am Hofe des Grafen Wilhelm von Berg überliefert. Auch wenn der Untertan für die feudale Prachtentfaltung kräftig Steuern zahlen musste, kam er zumindest als Zaungast in den Genuss hoher Kunstdarbietung. Zumal die fürstliche Prunklust Musikanten, Schausteller, Gaukler und Puppenspieler magisch anzog. Es ist naheliegend, dass diese Künstler ihr Können unter dem „Ah“ und „Oh“ der Bevölkerung auf den öffentlichen Plätzen demonstrierten. Wilhelm von Berg, der Düsseldorf zu seiner Residenzstadt machte, hatte das undeutsche Savoir Vivre bei seinen Verwandten in Burgund und Navarra abgeguckt.

Schon damals blickte der Düsseldorfer gerne über den regionalen Tellerrand.