Glücksfall für Düsseldorf: Napoleon.


So etwas Unerhörtes wie die Allee außerhalb der Stadt (so hieß sie zunächst) hatten die Düsseldorfer noch nicht gesehen. Wegen der Bäume nannten sie den Boulevard später Kastanienallee, bis er schließlich im Revolutionsjahr 1848 in Königsallee umgetauft wurde.

Ein Glücksfall in schwieriger Zeit war auch Napoleon, der nach dem Frieden von Lunéville 1801 Düsseldorf zur Landeshauptstadt des neugeschaffenen Großherzogtums Berg machte. Nebenbei ließ er die Festungsmauern der Stadt schleifen und beauftragte Koryphäen wie den Hofbaumeister Kaspar Anton Huschberger, Gartenbaumeister Maximilian Friedrich Weyhe und den Wasserbaumeister Wilhelm Gottlieb Bauer aus den Trümmern etwas Gescheites zu machen. So entstand der heute weltberühmte Stadtgraben, über 30 Meter breit, 5 Meter tief und fast 1000 Meter lang, von zwei Steinbrücken überquert. Dazu kam eine großzügig angelegte Promenade mit mehreren Reihen von Bäumen.

So etwas Unerhörtes wie die Allee außerhalb der Stadt (so hieß sie zunächst) hatten die Düsseldorfer noch nicht gesehen. Wegen der Bäume nannten sie den Boulevard später Kastanienallee, bis sie schließlich im Revolutionsjahr 1848 in Königsallee umgetauft wurde. Eine versöhnliche Geste an König Friedrich Wilhelm III, der von republikanisch Gesinnten mit Pferdeäpfeln beworfen worden sein soll. So mancher Düsseldorfer ging übrigens damals für mehr bürgerliche Freiheit auf die Straße; es gab in der Altstadt bei den Auseinandersetzungen mit der preußischen Besatzungsmacht mehrere Tote ...mehr