Emil Barth (1900-1958), Romancier, Erzähler, Essayist und Lyriker, zählt zu den bedeutenden Autoren des 20. Jahrhunderts.


Kindlers Literaturgeschichte der Gegenwart widmet ihm ein ganzes Kapitel. Es heißt. „Eine Stimme der inneren Emigration“.

Darin kämpft Vormweg mit Barths Habitus, sich den Zumutungen der Hitlerdiktatur als Individuum zu entziehen, „sich dagegen abzuschirmen“. Vormweg bezieht sich auf das Tagebuch „Lemuria“ von Barth, erschienen 1946. Barth, der Hölderlin und Trakl als Vorbild wählte, wollte sich vor der abgeschmackten Kleinbürgerrevolution und deren Kriegsfolgen abschirmen. Immer wieder schildert Barth, wie er sich bemühte, in all diesem Schrecken für sich eine „Arbeitsaura“ aufzubauen. Fast schon triumphierend stellt Vormweg fest: „Das aber – und dies berührt symphatisch – wollte ihm nicht gelingen.“ Insgesamt hadert der Kritiker mit dem Tagebuch und fordert politisiertere Menschen, um die Barbarei abzuwenden. Aha! Hätte es Deutschland genutzt, wenn Barth ausgewandert wäre?

Der bei Düsseldorf geborenen Schriftsteller(Haan) ist ein Autor der Vor- und Nachkriegszeit . Der 1939 erschienene Roman “DerWandelstern“, stark autobiographisch, wird in Kindlers Lexikon wie folgt beschrieben: „Eine zwischen konservativen und modernen Stilmitteln sublim vermittelnde Prosa“.

Barth, der vielfach ausgezeichnet wurde, verdient es, gelesen zu werden. Allein schon, um etwas über Schuld und Sühne zu erfahren

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