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Historischer Rundkurs




zitiert aus der Rheinischen Post vom 4.1.2010

Detlef Becker

Seine Heimatstadt Düsseldorf liegt Detlef Becker am Herzen. Er liebt ihre kulturellen Schätze, die aber seiner Ansicht nach noch im Verborgenen liegen. Die will er für alle sichtbar machen. Nicht nur für die Düsseldorfer, sondern vor allem für Touristen, „damit die Stadt mehr Gäste bekommt und die Tourismus-Wirtschaft davon profitiert", sagt Becker, der sich unter anderem irn Initiativkreis Kultur engagiert.
Nach dem Vorbild anderer Städte schlägt er deshalb der Stadtspitze und der DMT vor, einen historischen Rundkurs von Nord nach Süd, von der Kaiserpfalz in Kaiserswerth im Norden bis zum Benrather Schloss im Süden zu planen. Auch die Industriegeschichte könnte interessant dargestellt werden, etwa am Industriepfad Düsseldorf-Gerresheim. Führungen zu Sehenswürdigkeiten und zu historisch bedeutsamen Orten könnten Besucher ansprechen, die mehr als Shopping wollten und Anhaltspunkte für eine Entdeckung der Stadt suchten.
Die einzelnen Punkte könnten zu einer oder mehreren Routen zusammengefasst werden, die unter sachkundiger Führung zu Fuß oder mit dem Bus angesteuert werden könnten. Zusätzlich zu einer allgemeinen Tour plädiert Becker für einen Jan-Wellem-Pfad, der die Jan-Wellem-Kapelle an der Fährstraße in Hamm, Schlossturm, Andreaskirche, Schloss Jägerhof, die Jan-Wellem-Quelle in Grafenberg oder Gerresheim mit den Resten der Stadtmauer als Stationen haben könnte. „Schließlich war Jan-Wellem ein wichtiger Herrscher in seiner Zeit und hat Düsseldorf nach vorn gebracht." Nicht zuletzt wünscht sich Becker mehr Werbung für Heinrich Heine, dem bedeutenden Sohn der Stadt. Ein Traum von Becker: „Der Düsseldorfer Flughafen sollte auch den Namen Heinrich Heine tragen." Dann würde jeder Ankömmling an den Dichter erinnert und neugierig auf die Zusammenhänge mit der Stadt.
Seine Vorschläge werden zurzeit im Büro des Oberbürgermeisters begutachtet. Becker hofft, dass sie Beachtung finden, weil ja auch die Stadtspitze Interesse haben müsse, mit den Pfunden der Düsseldorfer Geschichte im Wettbewerb der Städte zu wuchern.

Brauchtums-Profi fordert: Wir müssen uns besser verkaufen!

zitiert aus: Düsseldorfer Anzeiger, 30.1.2010

Wenn es um die touristische Vermarktung Düsseldorfs geht, dann ist für Detlef Becker klar: „Unsere Stadt hat eine Menge mehr zu bieten als ausschließlich Altstadt und Kö."

Deshalb spielen die Stadtteile für ihn eine ganz wichtige Rolle. Sin historischer Rundkurs verbindet die Stadt von Norden nach Süden, von Kaiserswerth nach Benrath. Wenn man ihm zuhört, versteht man schnell, warum. Der passionierte Hobby-Historiker beginnt von der Kaiserswerther Geschichte zu erzählen Von Heinrich IV., jenem deutschen Herrscher, der durch seinen „Gang nach Canossa" berühmt wurde.
Immer wieder fallt auch der Name Jan Wellem. Dass der Kurfürst so gerne König geworden wäre, das weiß Becker anschaulich zu erzählen. So gar nicht verstehen kann er, dass Jan Weitem derzeit im Stadtgeschehen schon wieder„eingepackt" ist. „Bis zum nächsten Jubiläum.'

Mit Prof Clemens von Looz-Corswarden etwa hat er anerkannte Fachleute der Landeshauptstadt im Boot. Der Heimatverein Düsseldorfer Jonges, dem er selbst angehört, unterstützt die Idee. Ebenso Karl-Heinz „Charly" Meyer, Baas der Derenc Jonges.
"Unsere 49 Stadtteile haben es eigentlich alle verdient, dass sie vorgestellt werden'" ist sich Becker sicher. Stelen mit den entsprechenden Informationen vor Ort sollen bei interessierten Besuchern bei der Orientierung helfen. „Diese müssten für die Gäste der ganzen Welt natürlich sechssprachig sein."

Als Vorsitzender der Interessengemeinschaft Gerresheimer Vereine {IGV), weiß Becker sehr gut wie man Gleichgesinnte an einen Tisch bringt. "Mit fünf Vereinen haben wir Stadtbezirk 7 begonnen."

Becker erinnert sich daran noch allzu gut. „Wir hatten die Vision, die Termine diese Vereine zu bündeln." Aus der Vision wurde zunächst Illusion- Aber für den Gerresheimer beginnen so auch immer die Herausforderungen. Der 65-Jährige kommt aus der Versicherungsbranche „Wenn ein Kunde "Nein" sagt, beginnt für mich das Verkaufsgespräch" erklärt er lachend.

Keine Frage, mit seinen Ideen und seiner Beredsamkelt wird er am Ende auch im Düsseldorfer Rathaus überzeugen