Jan-Wellem-Pfad


Jan-Wellem-Pfad für die Stadtwerbung

zitiert aus der Rheinischen Post vom 7.6.2008:

VON MICHAEL BROCKERHOFF

Düsseldorf hat mit Kurfürst Jan Weilern einen Regenten, der viel in seine Residenzstadt investiert hat. Das machen die vielen Aktionen zum Jubiläumsjahr deutlich. Sie zeigen aber auch die Versäumnisse, „jeder spricht zwar von Jan Weilern, aber welche Rolle er genau spielte, wissen die wenigsten", sagt Detlef Becker, Vorsitzender des Initiativkreises Kultur. Denn die Stadt habe vor dem Festjahr nicht allzu viel getan, um Jan Weilern als Markenzeichen herauszustellen. Damit der Fürst nach dem Jubeljahr nicht wieder fast vergessen wird, will der Initiativkreis einen Jan-Wellem-Pf ad einrichten. Er soll 14 Stationen haben, an denen das Wirken des Fürsten verdeutlicht wird. Die Pläne kannte OB Joachim Erwin schon. „Kurz vor seinem Tod hat er dem Iniliativkreis noch schriftlich mitgeteilt, dass er das Vorhaben unterstützt" , berichtet Becker.

Touristische Attraktion

Er will mit dem Pfad zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die E-innerung an den Kurfürsten soll in der Stadt wachgehalten, der Pfad aber auch als touristische Attrakti-on vermarktet werden. „Die Hoteliers fordern ja, für Gäste attraktive Angebote zu schaffen. Der Pfad zu historischen Gebäuden könnte solch ein Angebot sein", ist Becker überzeugt. Vorbild ist für ihn die Stadt Dresden, die eine Rundfahrt zu wichtigen historischen Stätten auch außerhalb der City ausgearbeitet hat.

In der Altstadt gehören natürlich der Schlossturm, das Denkmal vor dem Rathaus, die Wirtschaft „En de Canon", die Andreaskirche und einige sakrale Bauen dazu. Anknüpfungspunkte gibt es zudem in Stadtteilen, beispielsweise die Jan-Wellem-Kapelle in Hamm, die Taufkirche des Fürsten St. Blasius in Hamm. der Brunnen am Staufen-platz oder die Stadtmauer in Gerresheim, die Jan Weilern mitfinanziert hat, Schloss Benrath und Schloss Jägerhof, an dem auch der Marstall-Giebel wieder aufgestellt werden sollte.
An den Stationen sollen Tafeln mit Bildern und Texten in sechs Sprachen angebracht werden, ein Flyer beschreibt die Route. „Wichtig ist auch das Engagement von Gastronomen in der Nachbarschaft der Stationen, damit Besucher Pause machen können", so Becker. Da die Stationen weit auseinander liegen, sei auch ein Shuttle-Bus nötig. Über die Einzelheiten will der Initiativkreis in Kürze mit dem Stadtarchiv und der DTM verhandeln, Termine seien bereits vereinbart. www.rp-ontine.de/duesseldorf